Klara Schoell ist 1998 in Nürnberg geboren. Seit 2018 lebt und arbeitet sie in Hamburg. In ihren Malereien geht es um die kleinen Momente der Unsicherheit, um die kurzen Räume ohne Geschehen, in denen man nicht weiß, was als Nächstes passiert. Sie zeigen Eindrücke von Demonstrationen, von Fahrten ohne Ziel. Andere Arbeiten zeigen Porträts ihrer Mitmenschen.
Es sind die Momente, die in unserer Erinnerung oft keine Rolle spielen, denen die Künstlerin einen Raum gibt. 
Klara Schoells Malereien sind inspiriert von Zeichnungen, Collagen und kurzen Texten, die sie tagebuchartig anfertigt. Die Bilder entstehen intuitiv. Dabei wird die Leinwand vorerst gestisch bearbeitet. Es geht um Farbkompositionen, die einen Malgrund schaffen, auf dessen Grundlage sich dann ein konkretes Bildmotiv entwickelt. Es folgt die bewusste Entscheidung, welche Momente erhalten und welche zerstört werden. Erst innerhalb dieses Prozesses legt die Künstlerin sich auf ein Bildmotiv fest. Dabei entsteht ein Spannungsfeld zwischen Impulsivität und Rationalität, zwischen Abstraktion und Figurativem.
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